MOOCs in der regionalen (Erwachsenen-)Bildung

MOOCs sind groß angelegte, vernetzende, offene und oft internationale Online-Kurse. In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von MOOCs zu unterschiedlichsten Themen angeboten. Sie stellen eine interessante Möglichkeit zur Weiterbildung und ortsunabhängigen internationale Vernetzung dar.

Der ländliche Raum steht in Hinblick auf Bildung vor folgenden Herausforderungen:

  • Bildungsangebot eingeschränkt
  • Online-Kurse wenig bekannt
  • Zurückhaltung bei eLearning

MOOCs können die regionale Bildungslandschaft bereichern. Einen eigenen MOOC anzubieten ist allerdings aufwändig und mit hohem Ressourceneinsatz verbunden. Zudem kommt es bei den Teilnehmenden zu hohen Abbruchquoten aufgrund der fehlenden individuellen Betreuung. Weiters werden die mangelnde Qualitätssicherung und die relativ hohen zeitlichen Anforderungen an die Teilnehmenden kritisiert. Auch die fehlende örtliche Präsenz der Lehrenden und Lernenden kann sich negativ auf den Lernerfolg auswirken. Die erfolgreiche Absolvierung eines MOOCs setzt einen hohen Grad an Selbstorganisationsfähigkeit voraus.

Regionen können dennoch vom MOOC-Angebot profitieren. Es entstehen durch MOOCs neuen Aufgabenfelder für die Erwachsenenbildungseinrichtungen, wenn sie MOOCs als komplementäres Angebot zu ihren Präsenzveranstaltungen begreifen. Sie können auf interessante MOOCs aufmerksam machen und Lerngruppen bei der Teilnahme an einzelnen MOOCs begleiten. Dadurch werden lokal orientierte Bildungsinstitutionen zu Schnittstellen für internationale Lernangebote und entkräften gleichzeitig die erwähnten Kritikpunkte.

Etablierte Bildungseinrichtungen vor Ort wie Volkshochschulen und Bibliotheken können regionale Lerngruppen organisieren, betreuen und wenn nötig, zum besseren Verständnis des MOOC-Inhalts – zum Beispiel auch durch Übersetzungen – beitragen. Die Inhalte des internationalen MOOCs werden in diesen Lerngruppen in vertrauter Umgebung mit Gleichgesinnten vertieft. Bei erfolgreicher Teilnahme und eventuell nach Überprüfung des erworbenen Wissens, können Bildungseinrichtugnen vor Ort zudem die Zertifizierung übernehmen.

Voraussetzung für solche Angebote ist aber das Wissen über die Online-Kurse in den Regionen: wann werden welche MOOCs veranstaltet, welche Begleitformate könnten geeignet sein? MOOC-Coaches, die Lerngruppen oder individuelle Lernende on- und offline begleiten, können von den Erwachsenenbildungseinrichtungen ausgebildet werden.

Zum Einstieg in die Welt der MOOCs eignen sich thematisch niederschwellige Angebote. Der von einigen deutschen Volkshochschulen organisierte Strick-MOOC wählt diesen Zugang. Er will erfahrene wie auch neu einsteigende „StrickerInnen und HäklerInnen“ ansprechen und sich auch mit Guerilla Knitting beschäftigen. http://www.vhs-strickmooc.de/

Einen aktuellen Zugang zum Online-Lernen bietet der im Oktober 2014 startende MOOC „Gratis online lernen“, der auf der österreichischen Plattform http://www.imoox.at/ organisiert wird. Dazu organisiert die “Virtuelle PH” das Begleitangebot “Open Air#2”, das insbesondere Lehrerinnen und Lehrer ansprechen soll, aber auch für andere Interessierte offen ist. Der Autor dieses Beitrags ist an diesem Begleitangebot beteiligt. www.virtuelle-ph.at/openair2

MOOCs lassen sich sehr gut als Kooperationsprojekt organisieren. So können Regionen gemeinsam einen MOOC zu Themen, wie zum Beispiel Mobilität, Energie oder Kultur im ländlichen Raum, veranstalten um voneinander zu lernen.

Darüber hinaus sollten mehr Bildungseinrichtungen Inhalte wie auch Kurse offen zur Verfügung stellen, um so einen Beitrag zum Abbau des Gefälles beim Bildungsangebot zwischen Zentralräumen und den Regionen zu leisten.

Am 29.9. fand eine eine Veranstaltung in Lienz in Osttirol zum Thema statt.

Aufzeichnungen:

Über Smart Cities und #SmartCountry

Heute und morgen bin ich in Berlin bei einem sogenannten Co:llaboratory, einer Diskussions- und Arbeitsrunde, zum Thema ländliche Entwicklung unter dem Eindruck der Digitalisierung. Bis zum September sollen Handlungsempfehlungen entwickelt werden.

“Bei der Diskussion um Smart Cities wird außer Acht gelassen, dass 70 Prozent der Deutschen außerhalb von Großstädten leben. Durch flächendeckende Breitbandversorgung erreicht der digitale Wandel auch kleine und mittlere Städte sowie die ländlichen Regionen abseits der Ballungszentren. Damit eröffnen sich neue Chancen für soziale und wirtschaftliche Entwicklungen, denn gerade hier ist der Handlungsdruck auf Grund der demographischen Entwicklungen und des Trends zur Urbanisierung hoch.”

Mich interessiert besonders, wie offene Bildungsformate (Webkonferenzen, MOOCs) zur Attraktivierung des ländlichen Raums beitragen können. Ebenso möchte ich mehr darüber erfahren, wie Konzepte von Crowdsourcing, Crowdfunding und die Share Economy und wie zum Beispiel Tactical Urbanism auf dem Land funktionieren können.

Spannend finde auch ich die transparente Form der Zusammenarbeit, die heute begann. Es folgen ein paar digitale Schnipsel des Starttreffens.

Öffentliches Protokoll, das auch öffentlich kommentiert werden kann.

10 Gebote für Smart Cities, die wahrscheinlich auch für #SmartCountry gelten:


Social Capital and Community Building through Webinars

Colleagues in Sweden (Linnaeus University, Karlstad University), Denmark, Iceland and Norway succeeded with an application at the NORDPLUS-Programme

Starting in autumn we will further experiment with engaging and social live online events.

The aim of the Webinar-ICL project is to investigate ways of developing dynamic, interactive synchronous online events and using them to build online communities. We do this by offering technical and methodological support to a number of partner organisations from different sectors in the Nordic region (e.g. adult education organisations and centres, local authorities, companies with distributed staff) to help them offer collaborative webinars that will benefit their operations and target audience. By assisting a variety of organisations in organising interactive webinars we will assemble a number of case studies to be included in a toolkit that will inspire other organisations to use webinars in a more communicative and collaborative manner.”

The project will be carried out in cooperation with several adult education organisations, institutions, local authorities and companies that want to use webinars for informal learning, to build social capital and to develop collaborative communities.

One starting point of this project was the “Running an effective webinar” webinar in November 2013. I am looking forward to a challenging co-operation project.