Kategorie-Archiv: Bildung

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Live-Übertragung internationale Konferenz “einfach:komplex”

Am Donnerstag, 12.9. werde ich die Konferenz einfach:komplex zum Thema Basisbildung live online übertragen. Eben habe ich den Online-Raum mit Logos versehen. Überhaupt sind die Gestaltungmöglichkeiten des Online-Raums bei Adobe Connect recht flexibel gelöst. Man kann Fenster (Pods genannt) frei anordnen, einblenden, ausblenden…

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Weltalphabetisierungstages 2013 statt, organisiert vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Arbeiterkammer Wien und Arbeiterkammer Niederösterreich.

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Link zur Übertragung am 12.9. ab ca. 9.30 Uhr

 

MOOC vs DOCC infographic. Created by Tony Gamino for Anne Balsamo, 2013.

DOCCs als Alternative zu MOOCs?

Ruth Gutermann hat mich eben auf folgendes Online-Lernangebot, das diesen Herbst starten soll, aufmerksam gemacht: “Dialogues on Feminism and Technology”. Es handelt sich dabei um einen “DOCC” (Distributed Open Collaborative Course). Mit diesem – für mich bisher neuen Begriff – soll eine MOOC-Alternative beschrieben werden, die einen stärken Peer-Ansatz verfolgt:

 

“The DOCC model for 21st-century higher education recognizes and is built on the understanding that expertise is distributed throughout a network, among participants in diverse institutional contexts. This model explicitly departs from the typical MOOC approach organized around the delivery of information from an “expert” faculty (or a pair of instructors) to the uninformed “masses.” The organization of a DOCC emphasizes learning collaboratively in a digital age by enabling the active participation of all kinds of learners (as teachers, as students, as media-makers, as activists, as trainers, as members of various publics and/or social groups). By virtue of its reach across institutions and learning sites, the DOCC also enables the extension of classroom experience beyond the walls, physical or virtual, of a single institution.”

 

Allzu weit weg von cMOOCs scheint das DOCC-Konzept nicht einzuordnen sein. Trägt der neue Begriff tatsächlich zur besseren Unterscheidbarkeit bei? Die zugrundeliegenden Ideen gefallen mir auf jeden Fall.

 

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Zukunft des Live-Online-Lernens

Eben fand ich diesen Beitrag in der Huffington Post. Er beschreibt sehr gut die Bedeutung der Interaktion in Echtzeit und welches Szenario bald denkbar eigentlich schon jetzt möglich ist.

 

 

“When we talk about technology-enabled learning, most people probably think of online classes, which have had mixed results so far. On one hand, online courses can make higher education much more affordable and accessible. On the other hand, not all students can stay engaged and successful without regular feedback and interaction with their instructor and other students. Even the best online classes cannot hope to duplicate the rich spontaneous interactions that can take place among students and instructors in the classroom.

But with connection speeds going up, and equipment costs going down, we can go beyond online classes to create widely accessible immersive, interactive, real-time learning experiences. Soon, time and distance will no longer limit access to an engaging, high quality education. Anywhere there is sufficient bandwidth, a student can participate in a rich virtual classroom experience — attending lectures, asking questions, and participating in real-time discussions with other students”

MOOCbetterwordbubble

MOOC-Inflation?

Nach meiner MOOC-Recherche möchte gerne auf zwei Kurse hinweisen, die mir aufgefallen sind. Zuerst die Links, die zu MOOCs in aller Welt führen:

 

 

Wer im Erwachsenenbildungsbereich einen deutschsprachigen MOOC sucht, dem/der kann der VHS-MOOC empfohlen werden, der am 16. September startet und sich mit Online-Lernen auseinandersetzten wird. Auf internationaler Ebene beginnt in Kürze der #OOE13 zum selben Thema.

Leporello Schummelzettel OER

“Schummelzettel” OER

Gemeinsam mit Angelika Güttl-Strahlhofer und Lotte Krisper-Ullyet habe ich einen Begleitkurs zum MOOC #coer13 im Rahmen der Virtuellen PH gehalten. Ziel war die Unterstützung österreichischer Lehrerinnen und Lehrer im Hinblick auf das relativ neue Format des MOOCs (Massive Open Online Course) und das Thema OER (Open Educational Resources).

Ein Ergebnis ist der sogenannte “Schummelzettel”, der die wichtigsten Aspekte zusammenfasst.

Zum Schummelzettel-Download

Hinweisen will ich auch auf die Diskussion mit Martin Lindner zum Thema MOOCs, die ich moderieren durfte.

By: Anna Lena Schiller

Offener Projektantrag zu Online-BarCamp ePartizipation

Transparent und partizipativ soll mein Antrag und das – hoffentlich von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung finanzierte – Online-BarCamp zum Thema ePartizipation entwickelt werden. Mehr dazu im Blog von ikosom.de.

Ich freue mich auf einen partizipativen Prozess!

 

 

 

 

 

By: Denise Krebs

Zukunft des sozial vernetzten Lernens

Im Rahmen der Collaboratory-Initiative “Lernen in der digitalen Gesellschaft” habe ich mir gerade einige Gedanken zur Zukunft der Bildung gemacht:

Das Internet hat seit Beginn der 90er Jahre Einfluss auf alle Lebensbereiche. War der Bildungsbereich zunächst von allzu großen Veränderungen ausgenommen und zeigte ein erstaunliches Verharrungsvermögen, führten Kostendruck und internationaler Wettbewerb, sowie der rasante technische Fortschritt und der damit einhergehende kulturelle und gesellschaftliche Wandel zu Änderungen. Auch erfolgte ein Generationswechsel der Lehrpersonen: sogenannte „Digital Natives“ verstehen sich nicht mehr als Top-Down-Instruktoren sondern als Moderatoren von Lernprozessen in der omnipräsenten digitalen Umwelt. Dabei wird ihre Rolle immer mehr in den Hintergrund gerückt, da optimal in den Alltag integrierte „smart devices“ zum sozial vernetzen lebenslangen Lernen derart intrinsisch motivieren, dass die klassischen Anzreizsysteme (z.B. Benotung durch Lehrende) ausgedient haben.

Eine Kombination von holographischen Systemen, die zu erstaunlichen Augmented-Reality-Szenarien führen, mit ortsbasierten Diensten sowie Social Networks erlauben gobal vernetzte Lernerfahrungen. Smart Devices lassen diese in jeder Alltagssituation zu.

Interaktion wird live am unmittelbarsten erlebt. Bisher werden in Webvideokonferenzen der akustische und optische Sinn angesprochen. Haptische und olfaktorische Erfahrungen – wenn gewünscht – intensivieren die Sinneswahrnehmung und ermöglichen ein stärkeres Eintauchen in die Lernszenerie und erleichtern das gemeinsame Lernen. Insbesondere holographische Systeme, die quasi ein Beamen anderer Personen zulassen, bewirken das Gefühl von Präsenz.
Die Sinneswahrnehmung des realen Raumes wird computergestützt erweitert (Augmented Reality).Bewegung der Lernenden bei der Live-Online-Kommunikation durch mobile holografische Systeme fördert die Merkfähigkeit. Der klassische Lernort „Schreibtisch“ hat damit weitgehend ausgedient. Aktuell relevante Lerninhalte werden kontextbezogen und oft in peer-to-peer Umgebungen erfahrbar gemacht. Matching-Systeme vernetzen Menschen hinsichtlich ihrer aktuellen Interessen. Kommunikation und Vernetzung sowie das Befriedigen intrinsischer, spontaner Lernbedürfnisse spielen dabei die Hauptrolle. Globale vernetzte Lerncommunities entstehen problem- und lösungsorientiert. Der Zugang zu diesen ist offen und flexibel. Lernerfahrungen werden weitgehend automatisiert dokumentiert und stehen anderen zur Verfügung.

Auge und Ohr werden noch einige Zeit die wichtigsten Schnittstellen des menschlichen
Körpers zur Technologie sein. Nach einem massiven Nutzungsanstieg mobiler Endgeräte,
etablieren sich neue Formate dafür, die nebenbei bedienbar sind, nicht unsere volle
Aufmerksamkeit beanspruchen und uns die Hände zurückgeben. Datenbrillen oder
auch Sprachsteuerungen sind wichtige Innovationen für nahtlose technologische Unterstützung. Neurointerfaces haben den klinischen Anwendungsbereich und
ihre Funktion als Hilfstechnologie für Menschen verlassen und sind nahtlos-niederschwelliges Alltagstool. Die erwähnten Technologien sind in der Lage unsere geistigen und physischen (Lern-)Fähigkeiten über die bisherigen Dimensionen hinaus kontinuierlich und dynamisch zu erweitern.

Interaktion und Vernetzung mit anderen Lernenden sind Motivationsfaktoren und dienen dem Aufbau von Sozialkapital, das im Verlauf des Lebens gewinnbringend eingesetzt werden kann. Potentielle ArbeitgeberInnen legen immer weniger Wert auf formelle Abschlüsse. Die nachvollziehbare Darstellung von Vernetzung und der erworbenen Kenntnisse lösen Zeugnisse und Diplome ab.

Szenarien:

Ben ist ein aufgewecktes Kind. Er ist 10 Jahre und spielt gerne Klavier. Da seine Eltern Anhänger der um 2012 entstandenen Bewegung des „Quantified Self“ sind, messen sie seine Aktivitäten. Dadurch können Sie, wie auch er selbst, Rückschlüsse über seine Entwicklung ziehen. Auswertbar sind zum Beispiel die Zeitdauer, die er in holographischen Meetings mit Peers verbracht hat und seine Interaktionsquantität. Sprachanalyse erlaubt auch eine qualitative Auswertung. Bei diesen holographischen Zusammenkünften interessiert sich Ben für aktuelle Gadgets wie zum Beispiel Nanadronen und Nanoroboter und deren Gestaltung mit 3D-Druckern. Ben hat schon eine ansehnliche Sammlung von Nanadronen, die er gemeinsam mit Freundinnen und Freunden in aller Welt gestaltet hat. Damit erkundet er nicht nur die eigene Nachbarschaft sondern – aufgrund der Fernsteuerbarkeit über das Internet – auch die seiner Freunde. Die Nanadronen selbst dienen ebenso der Livekommunikation, haben sie doch Mikrofone, Kameras und Lautsprecher eingebaut.

Die selbst erstellten Nanadronen erlauben es auch Bens Klavierlehrern, ihn bei seinem Spiel zu unterstützen. Sie können sich mittels der ferngesteuerten Nanadronen seine Haltung aus jeder gewünschten Perspektive ansehen und kommentieren. Auch das gemeinsame Musizieren klappt mit den Nanodronen sehr gut. Ben hat Freunde auf der ganzen Welt, die er über diese Technologie einlädt. Das Repertoire reicht vom klassischen Klaviertrio bis zu zeitgenössischem Jazz. Für Konzerte verwenden die jungen Musiker holographische Systeme. Dabei wird physische Präsenz aller Beteiligten simuliert. Die Synchronität führt aufgrund der direkten Interaktion zu einer besonders qualitätsvollen Vernetzung von Ben mit seinen Musikerkollegen. Der Erwerb von Sprachkenntnissen und interkulturelle Aspekte spielen bei den weltweiten Musikproben einen wünschenswerten Nebeneffekt. Ben und seine Eltern messen selbst bei diesen sehr frei wirkenden musikalischen Zusammenkünften Bens Fortschritte.

Layla ist 16 Jahre alt und lebt in einem Land, in dem Religion eine große Rolle spielt. Diese fordert von unverheiratet lebenden Personen strikte Geschlechtertrennung. Auch ist ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Ihre Stadt darf Layla nicht verlassen. Layla ist sehr interessiert an der über 1000jährigen Geschichte ihres Landes. Daher unternimmt sie regelmäßig Spaziergänge mit ihrer Datenbrille. Sie erfährt dabei über Augmented Reality wissenswertes über Plätze, Gebäude und Denkmäler. Über Social Networks hat sie Menschen in anderen Ländern kennengelernt, die sich auch für ihre Stadt interessieren. Diese kann sie auf ihren Rundgängen mitnehmen. Sie bekommen dieselbe Information wie Layla auf Ihre Displays. Die standortbezogene Information ist übrigens großteils von anderen Lernenden erstellt worden. Layla kann sich nun über das gemeinsam Erlebte mit ihren Kollegen während des Rundgangs austauschen. Gleichzeitig kann Layla nun die Geschlechtertrennung – zumindest ein wenig – überwinden. Ebenso kann Layla nun virtuell ihr Land verlassen und sich auf Entdeckungsreise irgendwo auf der Welt begeben. Über ihr Social Network werden ihr schnell passende Partner für die gemeinsamen Erfahrungen vermittelt. Verbesserung der Sprachkenntnisse und interkulturelle Erfahrungen sind auch hier interessante Nebeneffekte. Layla lernt so auch das Leben in liberalen Gesellschaften kennen. Gemeinsam mit anderen Landsleuten und einem Teil ihrer internationalen Community organisiert sie sich im digitalen Untergrund und wird Teil einer Graswurzelbewegung, die sich trotz staatlicher Repressionen immer mehr Gehör und Zuspruch verschafft. Das vernetzte Lernen hat somit auch Auswirkungen in der politischen Sphäre.

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Hinweis: mediaCamp 2012 vom 10.9. bis 5.10. in Potsdam und Berlin

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Im September 2012 findet in Potsdam und Berlin das mediaCamp 2012 statt. Zum Thema “Digitale Bürger und die Gläserne Gesellschaft” werden spannende Gesprächspartner interviewt und gemeinsam ein eBook erstellt. Professionell unterstützt werden sie dabei von Experten aus den Bereichen Journalismus, Internet-Aktivismus und Politik.

Zum Hintergrund:
Immer mehr Bürgerinnen und Bürger partizipieren in den digitalen Medien an gesellschaftlichen und politischen Prozessen. Sie werden zu digitalen Bürgern. Dem Wunsch nach Teilhabe, offenen Daten und Freiheit im Netz, steht die Frage nach dem Schutz der digitalen Privatsphäre vor kommerziellen Interessen gegenüber.

Die Teilnahme ist kostenlos, bis zum 17. August 2012 kann man sich bewerben.

Was kommt bei dem mediaCamp am Ende heraus?
In vier Wochen von der Idee zum interaktiven eBook – das ist das Ziel des mediaCamps. Dafür stehen den Teilnehmern erstklassige Referenten, moderne Technik und viel kreativer Freiraum zur Verfügung. Ob Mobile, Radio, Internet oder TV, alle Plattformen können eingebunden werden.
Wer kann sich bewerben?
Studierende höherer Semester sowie Absolventinnen und Absolventen vor allem aus den Fachbereichen: Medienproduktion, Philosophie, BWL/VWL, Politik und Medienwissenschaften. Der Bewerbungsschluss ist der 25. August 2012. Das Bewerbungsformular findet Ihr hier.

Live bei der Tagung “Zukunft Basisbildung”

Am kommenden Montag und Dienstag bin ich bei der Tagung “Zukunft Basisbildung” in Graz. Die Vorträge des Montagvormittags werde ich live übertragen. Beteiligung ist über den Chat möglich. Die Interaktionsmöglichkeiten werden dann aber bei zwei Workshops noch ausgeweitet. Am Montag um 14.30 werde ich mit den Teilnehmenden (offline und online gleichermaßen) über den Einsatz von Online-Konferenzsystemen in der Basisbildung diskutieren. Um 16.30 wird Wolfgang Gumpelmaier aus Oberösterreich über Crowdfunding im Bildungsbereich sprechen.

Online-Raum: http://proj.adobeconnect.com/live/ (bitte “als Gast” eintreten)

P.S.: Am Montag, 18.6. um 9.30 findet die erste “Crowdshow” von ikosom statt. Dort diskutieren Crowdfunding-ExpertInnen online über die neuesten Entwicklungen. Die Teilnahme an allen erwähnten Veranstaltungen ist kostenlos.

“Flipped Classroom” in Kombination mit “Lernen durch Lehren”

Für meine Lehrveranstaltung an der Universität Klagenfurt  zu Social-Media-Tools am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft  im laufenden Sommersemester erprobe ich eine Kombination unterschiedlicher Konzepte.

  • Flipped Classroom
  • Lernen durch Lehren
  • Blended eLearning

Der Flipped Classroom (auch Inverted Classroom genannt) beschreibt ein Konzept des Unterrichtens mit Hilfe Neuer Medien, bei dem die Inhaltserschließung zu Hause und das Üben, Experimentieren und Analysieren in der Präsenzphase stattfinden. Üblicherweise produzieren die Lehrenden dabei Videos, die von den Studierenden dann zu Hause – zeitlich flexibel – gesehen werden. Es bleibt mehr Zeit zum gemeinsamen, interaktiven Lernen und Diskutieren in der Präsenzphase. Aufmerksam auf diese Methode wurde ich u.a. durch Christian Spannagl, der dazu z.B. diesen Blogartikel - mit interessanten Beispielen – schrieb.

Lernen durch Lehren ist eine handlungsorientierte Methode, in der SchülerInnen oder StudentInnen lernen, indem sie sich den Stoff gegenseitig vermitteln. Es kann in allen Fächern, Schultypen und Altersstufen eingesetzt werden. Der größte Lerneffekt wird dann erzielt, wenn die Lerner, die den neuen Stoff ihren Mitschülern vermitteln sollen, diesen vorher überhaupt nicht kennen. Auch im Rahmen des EU-Projekts Web20ERC habe ich mit dieser Methode beschäftigt.

Unter Blended eLearning verstehe ich, dass verschiedene Ansätze und Tools des eLearnings miteinander verknüpft werden.

Alle drei methodischen Zugänge versuche ich nun zu einem Konzept zu verschmelzen. Nach einem Kennenlernen vor Ort in Klagenfurt zu Beginn des Semesters und der gemeinsamen Diskussion der LV-Inhalte begann bereits die Online-Zusammenarbeit:

Da alle Studierenden Facebook nutzen, fiel die Wahl, Facebook als LMS einzusetzen nicht schwer. Eine geschlossene Facebook-Gruppe dient seither dem intensiven Austauch über die Lehrinhalte. Facebook ist besonders nah an der täglichen Kommunikationskultur der Studierende und quasi nur einen Mausklick entfernt. Facebook kann darüher hinaus auch die Vernetzung der Studierenden während und nach der Lehrveranstaltung erleichtern. Gerne hätte ich auch Twitter mit dem Hashtag #someklu begleitend eingesetzt. Im Gegensatz zu Facebook wurde dieser zusätzliche Kommunikationskanal allerdings kaum angenommen. Als weiteres Werkzeug der Online-Kommunikation setze ich Adobe Connect ein. Regelmäßige synchrone Meetings im Webinar-Raum ergänzen die asynchrone Zusammenarbeit in der Facebook-Gruppe.

Wie kommen aber nun die Methoden des Flipped Classroom und Lernen durch Lehren zur Anwendung? Die Studierenden bekommen die Aufgabe, sich ein Social-Media-Tool auszusuchen und dazu einen Screencast zu produzieren, der nicht länger als fünf Minuten dauern soll und die Funktion des Tools sowie Einsatzmöglichkeiten in PR und Journalismus anreißt. Als Tool für die Produktion schlug ich http://www.screenr.com/ sowie http://www.screencast-o-matic.com/ bzw. als Desktop-Programm Camtasia vor. Die Idee ist nun, dass nicht ich als LV-Leiter, sondern die Studierenden selbst ihren KollegInnen die Inhalte vermitteln. Der Screencast muß auf Youtube und in der Facebook-Gruppe mit Impulsfragen für die Diskussion bereitgestellt werden. Dies führt dazu, dass sich die Studierenden bereits vor dem Live-Online-Termin mit dem Tool und dessen Einsatzmöglichkeiten auseinandersetzen und so – nach Möglichkeit – niemand unvorbereitet an der Live-Diskussion, teilnimmt.

In die Bewertung des LV-Erfolgs werden folgende Kriterien miteinbezogen: Qualität des Screencasts, Diskussionsleitung live online zum entsprechenden Social-Media-Tool, Quantität und Qualität der Beteiligung synchron und asynchron sowie ein einfaches Praxisprojekt.