landschaft

Transparenz im EU-Programm “Leader”

Gerade recherchiere ich aktuelle Information zu den EU-Finanzierungsprogrammen in der nun startenden Periode ab 2014. Dabei stoße ich auch auf die Planungen zum neuen Leader-Programm in Oberösterreich. Das Leader-Programm fördert die ländliche Entwicklung in unterschiedlichen Bereichen wie Bioengergie, Bildung, Dorfentwicklung, Kultur, Landwirtschaft, Tourismus…

Ab 2014 soll u.a. der auch bisher schon wesentliche Bottom-Up-Ansatz (Partizipation der lokalen Bevölkerung) gestärkt werden. Besonders spannend finde ich die in einem Workshop erhobene Forderung nach “Ausarbeitung eines transparenten Auswahlverfahrens für die Projekte mit Einspruchsmöglichkeiten” (Seite 20 dieses PDF-Dokuments)
Ich bin neugierig, ob und wie ein solch innovativer Vorschlag umgesetzt werden kann.

Ebenso Erwähnung finden “transparente Selektionskriterien” für die eingereichten Projekte. Eigentlich selbstverständlich, aber in zahlreichen öffentlichen Förderbereichen z.B. auf Landesebene noch nicht umgesetzt.

Besonders fortschrittlich in Bezug auf Transparenz ist Vorarlberg. Dort findet man Leader-Anträge mit Bewertung und Förderzusagen online.

 

Nachtrag: Nicht vorenthalten werden soll der Rechnungshofbericht, der große Kritik an der Umsetzung von Leader in der vergangenen Förderperiode übt.

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Open Access: öffentlich finanziert -> öffentlich zugänglich

Bei der Sichtung der neuen EU-Programmgeneration fallen mir viele positive Neuerungen auf. Eine davon ist, dass für alle wissenschaftlichen Publikationen, die durch die Europäische Kommission im Rahmen von Horizont 2020 gefördert werden, die Open-Access-Veröffentlichung von wissenschaftlichen Publikationen verpflichtend ist. Ebenso sollen die zugrunde liegenden Daten zugänglich gemacht werden um eine Überprüfung und Reproduzierung zu ermöglichen.

Weitere Information dazu in diesem “Fact-Sheet

Allgemeine Information zum Thema Open Access findest sich auf diesem Portal.

2020

Wird die Kultur kommerzialisiert? Das neue Kulturprogramm der EU.

Mitte Dezember wurde das EU-Kulturprogramm “Creative Europe” für die Jahre 2014 bis 2020 veröffentlicht. Es folgt dem Programm “Kultur 2007-2013” und dem Media-Programm (Filmförderung) nach. Auffällig ist, dass neben der Identitätspolitik der Europäischen Union nun auch die wirtschaftlich orientierte Strategie 2020 eine Rolle spielt. Ökonomische Aspekte waren im vorhergehenden Kulturprogramm nicht enthalten. Diese sind aber auch ein Ergebnis der Zusammenlegung mit dem Media-Programm, das schon immer kommerziell ausgerichtet war.

 

So findet sich im neuen Förderprogramm auch der schwer auszusprechende Begriff der “Finanzgarantiefazilität”. Mit dieser Form der Bürgschaft soll dem Kultur- und Kreativsektor der Zugang zu Bankkrediten erleichtert werden. “Creative Europe” soll “die Kultur- und Kreativbranche, auf die bis zu 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU entfalle, dabei unterstützen, die Chancen von Globalisierung und Digitalisierung aufzugreifen, und dadurch den Beitrag der Branche zur europäischen Wirtschaft noch weiter steigern.“ 

 

Auffällig ist auch, dass sich der Fokus des neuen Kulturprogramms verschoben hat. Im Vordergrund stehen weniger tatsächliche Kulturprojekte sondern Maßnahmen zur Erhöhung der Fähigkeiten der Einrichtungen international zusammenzuarbeiten und mit innovativen Maßnahmen neue Publikumsschichten zu erreichen. Ebenso sollen neue Geschäftsmodelle getestet werden, um unabhängiger von öffentlicher Finanzierung zu werden. 

 

Zur berechtigen Kritik am neuen Kulturprogramm sei an dieser Stelle auf die Studie von Cornelia Brüll verwiesen. Ich finde interessant, dass sich die europäische Kulturpolitik an klaren Zielen und Kriterien ausrichtet. Innovative Maßnahmen zur Publikumsentwicklung “with a particular focus on children, young people, people with disabilities and underrepresented groups, by engaging in new and innovative ways with audiences both to retain and enlarge them, and to improve the experience and deepen the relationship with current and future audiences” halte ich, wie auch die Diversifizierung der Finanzquellen, für besonders wichtige Bereiche. (vgl. Guidelines)

 

Die erste Frist für Einreichungen ist Anfang März 2014.

 

Weitere Details in meiner Vortragspräsentation anläßlich der Veranstaltung “Kunst und Kohle” in Graz vom 9.12.2013

 

 

Hinweisen will ich in diesem Zusammenhang auch auf das kostenlose Webinar von commit und BIFEB ab dem 13.1.2014.

 

 

webinar

Participant Driven Webinar on Jan 14

In November I was invited to join a webinar about “effective webinars“. 

“Webinars are now frequently used as channels for communicating synchronously with audiences of more than 50. Many webinars feature lectures from guest speakers with audience interaction limited to questions in the chat window. However an increasing number of webinars are being used as arenas for interaction and discussion as well as community building. What are the ingredients of a successful webinar?”

The recording can be watched on Youtube.

 

Have a look as well at this blog entry by Alastair

During this webinar a Facebook group was founded. Everybody interested is invited to join this group.

As the team of the first webinar believes, that participation is one of the core ingredients of a successful webinar we are going to crowdsource the next one about webinar didactics. Have a look at the invitation at Facebook and feel free to contribute!

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Live-Übertragung internationale Konferenz “einfach:komplex”

Am Donnerstag, 12.9. werde ich die Konferenz einfach:komplex zum Thema Basisbildung live online übertragen. Eben habe ich den Online-Raum mit Logos versehen. Überhaupt sind die Gestaltungmöglichkeiten des Online-Raums bei Adobe Connect recht flexibel gelöst. Man kann Fenster (Pods genannt) frei anordnen, einblenden, ausblenden…

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Weltalphabetisierungstages 2013 statt, organisiert vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Arbeiterkammer Wien und Arbeiterkammer Niederösterreich.

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Link zur Übertragung am 12.9. ab ca. 9.30 Uhr

 

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Rechtsinformatik-Symposion 2014 – Call for Papers zum Thema “Transparenz”

Vom Donnerstag, 20. – bis Samstag, 22. Februar 2014 findest wiederum das Internationale Rechtsinformatik-Symposion “IRIS” in Salzburg statt. Motto für 2014 ist “Transparenz

 

“Transparenz bedeutet in der Politik und somit auch im Recht Nachvollziehbarkeit, die Sichtbarkeit und die Verfügbarkeit von Informationen und Wissen. In der Informatik wird darunter die „Unsichtbarkeit von Systemteilen“ verstanden. [...] Im E-Government steht Transparenz für Open Data und Open Government. Transparenz ist auch bedeutsam für die Prüfung der Verhältnismäßigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten, die beängstigend zunimmt. Partizipation und Accountability sind ohne Transparenz nicht denkbar. Es ist wichtig, dass die Prinzipien der Internet Governance weiterhin Transparenz unterstützen. Die IRIS Konferenz ist bekannt für ihre interdisziplinäre Ausrichtung als auch die Einbeziehung der Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.”

 

Ich habe einen Beitrag zu Videokonferenzsystemen zur interaktiven Übertragung aus politischen Entscheidungsgremien eingereicht.

 

Einreichmöglichkeit bis zum 31.10.2013.

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Netzpolitik in Österreich

Am 14. September 2013 wird „Netzpolitik in Österreich“ im Rahmen des 8. paraflows-Festivals für digitale Kunst und Kulturen in Wien vorgestellt. Ich bin in diesem Buch auch mit einem Beitrag zu interaktiven Live-Übertragungen in der Politik vertreten.

Das Buch „Netzpolitik in Österreich“ versteht sich als Diskussionsbeitrag zu diesen Fragestellungen und aktuellen Themen, wie dem Spähprogramm „PRISM“, selbst wenn „diese neue Qualität der Überwachung zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Beiträge noch nicht absehbar war“, wie Mitherausgeber Dr. Peter Parycek vom Zentrum für E-Governance der Donau-Universität Krems erklärt. “Wichtig war uns, zusätzlich zur Sammlung und Aufbereitung bereits diskutierter Themen auch Denkanstöße zu liefern, die sowohl auf rechtlicher und politischer Ebene als auch in den Diskussionen bislang noch wenig Berücksichtigung finden“, ergänzt Mag. Clara Landler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für E-Governance.

Das Buch ist ein Projekt der österreichischen Co:llaboratory-Initiative mit dem Schwerpunkt „Menschenrechte“.

MOOC vs DOCC infographic. Created by Tony Gamino for Anne Balsamo, 2013.

DOCCs als Alternative zu MOOCs?

Ruth Gutermann hat mich eben auf folgendes Online-Lernangebot, das diesen Herbst starten soll, aufmerksam gemacht: “Dialogues on Feminism and Technology”. Es handelt sich dabei um einen “DOCC” (Distributed Open Collaborative Course). Mit diesem – für mich bisher neuen Begriff – soll eine MOOC-Alternative beschrieben werden, die einen stärken Peer-Ansatz verfolgt:

 

“The DOCC model for 21st-century higher education recognizes and is built on the understanding that expertise is distributed throughout a network, among participants in diverse institutional contexts. This model explicitly departs from the typical MOOC approach organized around the delivery of information from an “expert” faculty (or a pair of instructors) to the uninformed “masses.” The organization of a DOCC emphasizes learning collaboratively in a digital age by enabling the active participation of all kinds of learners (as teachers, as students, as media-makers, as activists, as trainers, as members of various publics and/or social groups). By virtue of its reach across institutions and learning sites, the DOCC also enables the extension of classroom experience beyond the walls, physical or virtual, of a single institution.”

 

Allzu weit weg von cMOOCs scheint das DOCC-Konzept nicht einzuordnen sein. Trägt der neue Begriff tatsächlich zur besseren Unterscheidbarkeit bei? Die zugrundeliegenden Ideen gefallen mir auf jeden Fall.

 

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Zukunft des Live-Online-Lernens

Eben fand ich diesen Beitrag in der Huffington Post. Er beschreibt sehr gut die Bedeutung der Interaktion in Echtzeit und welches Szenario bald denkbar eigentlich schon jetzt möglich ist.

 

 

“When we talk about technology-enabled learning, most people probably think of online classes, which have had mixed results so far. On one hand, online courses can make higher education much more affordable and accessible. On the other hand, not all students can stay engaged and successful without regular feedback and interaction with their instructor and other students. Even the best online classes cannot hope to duplicate the rich spontaneous interactions that can take place among students and instructors in the classroom.

But with connection speeds going up, and equipment costs going down, we can go beyond online classes to create widely accessible immersive, interactive, real-time learning experiences. Soon, time and distance will no longer limit access to an engaging, high quality education. Anywhere there is sufficient bandwidth, a student can participate in a rich virtual classroom experience — attending lectures, asking questions, and participating in real-time discussions with other students”

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MOOC-Inflation?

Nach meiner MOOC-Recherche möchte gerne auf zwei Kurse hinweisen, die mir aufgefallen sind. Zuerst die Links, die zu MOOCs in aller Welt führen:

 

 

Wer im Erwachsenenbildungsbereich einen deutschsprachigen MOOC sucht, dem/der kann der VHS-MOOC empfohlen werden, der am 16. September startet und sich mit Online-Lernen auseinandersetzten wird. Auf internationaler Ebene beginnt in Kürze der #OOE13 zum selben Thema.