Hinweis in eigener Sache: Kurs “Politische Kommunikation 2.0″

Karl hat am Wochenende folgendes Video für unseren Kurs “Politische Kommunikation 2.0” produziert. Dabei hat auch Adobe Connect gute Dienste geleistet, da wir ja nicht am selben Ort wohnen…

Am Dienstag, 16. März 2010 um 19 Uhr findet dazu ein unverbindliches Online-Informationstreffen statt.
Treffpunkt ist im Online-Konferenz-System unter http://proj.emea.acrobat.com/politischekommunikation/

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Postdemokratie und Citizenship

Gerne will ich auf die Tagung “Postdemokratie und Citizenship” am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung hinweisen. Wie sich gesellschaftliche Verantwortung, durch Neoliberalismus und Globalisierung verändert, welche neuen Formen und Anforderungen an soziale Bewegungen und Mobilisierung entstehen, wie öffentliche Verwaltung (re-)agiert und welche Konsequenzen dies für politische Bildung hat, wird in Vorträgen und Workshops diskutiert.

“Reale Politik höhlt Demokratie zunehmend aus, und immer mehr Bürger/innen können sich Regierungsformen vorstellen, die sich nicht mehr um Parlament und Wahlen kümmern müssen. Dieser Wandel ist Teil eines tiefgreifenden Umbaus der Gesellschaft.”

Die Tagung findet vom 25.05. – 27.05.2010 in Strobl am Wolfgangsee statt.

In diesem Zusammenhang steht auch ein Call for Papers für das Magazin erwachsenenbildung.at
Redaktionsschluss ist der 30. Juni.

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An Web-Konferenzen unterwegs teilnehmen…

Vor ein paar Tagen ist die iPhone-Applikation von Adobe Connect im Apple App Store erschienen. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen. Bis auf kleinere Aussetzer funktioniert nun die Teilnahme an Online-Konferenz über das iPhone, WLAN oder 3G vorausgesetzt. Es kann zwischen der Ansicht der Videobilder der Teilnehmenden, der Präsentation (PPT, PDF oder Bildschirmfreigabe) sowie Chat umgeschaltet werden. Der Bildschirminhalt kann wie gewohnt mit mit zwei oder mehr Fingern vergrößert werden. Sogar bewegte Inhalte lassen sich über die Bildschirmfreigabe relativ flüssig betrachten. Über diesen – zugegeben nicht ganz naheliegenden Umweg – können Flash-Inhalte am iPhone gesehen werden. Interaktion ist allerdings nur über den Chat möglich.

Screenshots:


Demovideo

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Zusammenfassung Twitchat der NPO-Blogparade

Heute zwischen 11 und 12 Uhr fand der Twitchat als Abschluß der 13. NPO-Blogparade statt. Für mich war dies eine ganz neue Erfahrung der offenen und partizipativen Echtzeitkommunikation mit Twitter. Bisher habe ich ja Twitter lediglich asynchron verwendet. Ich fand aber, dass es gut funktioniert hat. Den Hashtag #npochat durfte man allerdings bei keinem Tweet vergessen.

Hier das Chatprotokoll (Chronologie wie bei Weblogs):

Ein paar Tweets, die ich gerne zitieren will:

npo_vernetzt: @Meyner Wie gesagt: Tools stehen für mich nicht im Mittelpunkt. Zuerst muss der Diskurs offline laufen, dann sehen wir weiter #npochat

andreame: Manchmal denke ich wir brauchen neben Gender-Mainstreaming auch Web2.0-Mainstreaming – everywhere #npochat

Meyner: Das scheint das Stichwort: #dezentral – Hier schaffen Live-Tools zur authentischen #Kommunikation einen #Mehrwert und #Transparenz #npochat

Protokoll zum Download:
npochat

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Auswertung der 13. NPO-Blogparade, Live Online für NPOs

Vor etwas mehr als einem Monat habe ich im Rahmen der 13. NPO-Blogparade nach Herausforderungen, Hürden und Einsatzszenarien von Live-Online-Tools im NPO-Umfeld gefragt.

Wohl nicht ganz zufällig – das Thema ist eben aktuell – fand fast gleichzeitig der “WissensWert Blog Carnival Nr. 10” zum eigentlich selben Thema statt. Querlesen wird also gleich an dieser Stelle empfohlen…

Herbert Schmidt verweist in einem Kommentar auf Internetradio-Plattform 1000 Mikes. Mit 1000 Mikes ist es auf denkbar einfache Weise möglich, live Internetradiosendungen zu gestalten. Es genügt ein Telefonanruf und schon ist der Audio-Livestream “on air” oder besser gesagt online. Nach Ende der Live-Sendung steht eine Aufzeichnung als MP3 zur Verfügung.

Als Kulminationspunkt einer viralen Marketingkampagne kann sich Ludger Brenner Live-Streaming-Tools vorstellen. Interessant ist auch seine Idee, dass “die Bereitstellung (zeitlich begrenzten) Know hows mittels Echtzeitkommunikation zur Verfügung gestellt werden kann. Kleine NPOs verfügen häufig nicht über geschultes Personal. An dieser Stelle ist denkbar, dass ein Profi eines gewinnorientierten Betriebes Mitarbeiter eines Vereins via Videokonferenz schult [...]“. Videokonferenzen könnten so CSR-Aktivitäten von Profitunternehmen unterstützen.

Jörg Reschke sieht im Echtzeit-Web insbesondere angesichts der weiter zunehmenden Mobilität eine Chance. Auch für das Fundraising meint Jörg sinnvolle Anwendungsbereiche zu erkennen wenn

“Spender zeitnah Informationen und einen Rückkanal einfordern oder Sponsoringpartner Kanäle der Echtzeit-Kommunikation als selbverständlichen Bestandteil des Marketings ansehen.”

Die sinnvolle Verknüpfung von synchron und asynchron beschreibt er folgendermaßen:

“Durch kollaborative Instrumente können asynchron (z.B. Blogs, RSS-Feeds, Wikis) Informationsflüsse neu gestaltet und das Verhältnis von Hol- und Bringschuld neu arrangiert werden. In der Kombination mit synchroner Live-Kollaboration entsteht Raum für Information und Reaktionen, wie es sonst nur im informellen Flurfunk passiert – jedoch nun transparenter und mit Rückkanal. Hierarchische Strukturen können dadurch abflachen.”

Brigitte Reiser findet, dass “für den Bereich der Entwicklungshilfe, der Katastrophenhilfe oder globaler Umweltinitiativen sollten Live-Tools zu den Instrumenten erster Wahl gehören, um intern die Abstimmung über Ländergrenzen hinweg zu erleichtern. Und um die weltweite Öffentlichkeit über Video-Live-Streams oder Online-Pressekonferenzen ausführlich zu informieren.” Allerdings empfiehlt sie Videokonferenzen nicht für den kommunalen Bereich, da die zu überwindenden Distanzen nicht groß genug sind um den Vorteil von Face-to-Face-Treffen aufzuwiegen. Auch sind ihrer Meinung nach insbesondere Sozialeinrichtungen gerade erst im Web 1.0 angekommen. Bevor sie Schritte in Richtung Live-Kommunikation machen sollte man sie für Weblogs und Wikis sensibilisieren.

Live-Streams sind für Christian Henner-Fehr zwar eine faszinierende Möglichkeit bei Events mit dabei zu sein, allerdings vermisst er oft die Interaktionsmöglichkeiten des Publikums mit den PräsentatorInnen bzw. des Publikums untereinander. Während Apple selbst bei seinen ohne Rückkanal veranstalteten Events hohe Aufmerksamkeit erregen wird, können beispielsweise Kultureinrichtungen vor andere Herausforderungen gestellt sein:

“Wie aber sieht es aus, wenn ein Museum oder ein Theater auf diese Weise z.B. das kommende Jahresprogramm präsentiert? Genügt es, die Präsentation des Intendanten oder Direktors live via Internet zu übertragen, um die gewünschte Aufmerksamkeit zu erhalten? Wahrscheinlich nicht. Damit das funktioniert und die UserInnen in diesem Fall einfach nur zusehen und zuhören, bedarf es, neben der Qualität des Produktes, vor allem einer sehr hohen Reputation und einem entsprechend großen Netzwerk. [...] Aber natürlich kann ich die Live-Übertragung als eine Form der Kommunikation innerhalb meiner Community einsetzen. Jedes Theater, Orchester, Museum, etc. kann auf diesem Weg einerseits informieren und sich aus der Information ergebende Fragen zu beantworten versuchen. Gleichzeitig ermögliche ich mit Hilfe z.B. eines öffentlichen Chats die multilaterale Kommunikation.”

Hannes Jähnert bringt auf der Suche nach den Vorteilen der synchronen Kommunikation den Aspekt der Kreativität ins Spiel:

“Da das Schreiben – für mich der Inbegriff asynchroner Kommunikation (bspw. via (e)Mail) – nicht nur ein mitteilender, sondern auch ein bildender Prozess ist, bleibt Kreativität in der Interaktion zumeist auf der Strecke. [...] Bieten Videokonferenzen, Chats oder Second Life die Möglichkeit verrückte, assoziative Spinnerei zu kultivieren? Ich denke schon. Von Seminarformaten à la Online-Webmontag können viele Menschen profitieren. Seitens der Freiwilligenorganisationen als Workshop angeboten, können verrückte Ideen bspw. pedantisch auf ihre Machbarkeit überprüft werden ohne dafür vor Ort sein zu müssen. Zu organisationsinternen Weiterbildungen können Freiwillige mit speziellen Erfahrungen oder Können via Videokonferenz geladen werden um verrückte Ideen mit den Mitarbeitenden kritisch zu diskutieren. Nicht zuletzt war zu Zeiten des Hypes um Second Life immer wieder mal von (sozial)pädagogischen Projekten (bspw. zur Stadt- und Kiezplanung) zu hören …”

Das kurz zusammenfassende Schlusswort kann ich auch Hannes Jähnert überlassen:

“Live-Zugänge über das Internet in die Organisation und aus ihr heraus haben meiner Ansicht nach also durch aus einen Mehrwert. Sie müssen aber – wie alle anderen Kommunikationstools – strategisch und planvoll eingesetzt werden – zum Beispiel um kreative Problemlösungen für die Arbeit der Organisation zu finden.”

Ich bin dankbar, dass ich Gastgeber der 13. NPO-Blogparade sein durfte, da ich viele neue und wertvolle Anregungen gewonnen habe! Abschließend wird am Freitag, 19.2. zwischen und 11 und 12 Uhr ein Twitchat zum Thema stattfinden.

Die nächste Blogparadenrunde wird vom Blog engagiert-in-deutschland.de als Gastblog gehostet.

P.S.: Hinweisen will ich an dieser Stelle auch noch auf das EU-Projekt von Franz Nahrada “Videobridge“. In einem “Grundtvig-Workshop” im Jänner 2010 in Wien ist das Thema – mit Fokus auf die Erwachsenenbildung – umfassend beleuchtet worden.

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Google Buzz

Eben hat Google seinen neuen Dienst “Google Buzz” gestartet.

Irgendwie auf den ersten Blick eine Hybrid-Lösung zwischen Twitter, Facebook und Friendfeed.

Interessant war die Live-Pressekonferenz und deren Begleitung mit Tausenden Tweets pro Minute mit User-Kommentaren.

Das Social Network (Adressbuch) der Google-Mail-NutzerInnen als Grundlage zu verwenden kann den Startvorteil von Facebook und Twitter wettmachen. Google ist weiterhin auf einem erfolgsversprechenden Weg, auch wenn Dienste wie Wave etwas zu kompliziert zu sein scheinen und vorläufig noch nicht zu einem “Buzz” geführt haben.

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Warum bloggt ein Bürgermeister?

Über die Chancen und Herausforderungen des Bloggens berichtet Christoph Stark, Bürgermeister von Gleisdorf in der Steiermark in einem Video, das mein Kollege Karl Staudinger (Kurs “Politische Kommunikation 2.0“) produziert hat.

“größtmögliche Transparenz”
“tägliche Reflexion”
“ein Teil meiner politischen Arbeit”
“man sieht was er macht”

Auch sehens- und lesenswert: Das Weblog von Arno Abler, Bürgermeister von Wörgl in Tirol

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Demokratie 2.0 – Wie die Internetgeneration Politik macht

Radiosendung des MDR zum Nachhören:

Die junge Generation, die mit Internet und Digitaltechnik aufgewachsen ist, sieht immer mehr ihren Lebensraum bedroht. Nun nutzt sie die Möglichkeiten der digitalen Welt, sich zu vernetzen und für Freiheit und Offenheit in diesem Lebensraum zu kämpfen.

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2-stündiger Lehrauftrag “Communication Guerilla” an der Universität Linz

Normalerweise poste ich ja keine Stellenausschreibungen. Die folgende gefällt mir aber zu gut. Bewerbungsschluss ist der 12. Februar.

Ausschreibung eines 2-stündigen Lehrauftrages (wissenschaftl. Fach) im Sommersemester 2010 am Institut für Medien / Interface Cultures:

380.034 Communication Guerilla

Einstellungserfordernis:
-einschlägige Kenntnisse im Bereich Communication Guerilla
-mehrjährige künstlerische Praxis
-pädagogische und didaktische Eignung
-Kompetenz den Unterricht in englischer Sprache abzuhalten

The Communication Guerilla uses the established language, aesthetics and habitus of mainstream media, advertisement and politics and subversively transforms the actual content with artistic or political means. This practice often increases the potential audience, since it can reach the inexperienced consumer, who would usually not respond to alternative social, political or economic approaches. The class will discuss thehistory and current movements of the Communication Guerilla and will practically explore the topic by example.


Siehe bzw. höre auch Text und Sendung von Radio FRO in Linz.

Weitere Information zur Idee der Kommunikationsguerrilla findet sich bei Wikipedia.

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Blogparade zum Thema Link-Kultur

Blögger.at veranstaltet gerade eine Blogparade zum Thema Link-Kultur.

„Eine Blog-Parade ist eine Blog-Veranstaltung, bei der ein Blog-Betreiber als Veranstalter ein bestimmtes Thema festlegt, dieses als Blog-Beitrag veröffentlicht und die lesenden Blogger dazu auffordert, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums (üblich ist ein Zeitraum von 1-4 Wochen) einen Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen und den Veranstalter entsprechend über die Veröffentlichung zu benachrichtigen […]

Blogparade Linkkultur

Gerne möchte ich in diesem Zusammenhang auf den sehr guten Beitrag von Hannes Offenbacher hinweisen und ein paar eigene Gedanken anfügen:

- Ich schreibe weniger, also bekomme ich weniger Links, da weniger “verlinkenswerte” Information auf meinem Blog zu finden ist.
- Familie und Arbeit lassen mir weniger Zeit.
- Daher kann ich auch weniger andere Blogs lesen, um mich darauf zu beziehen oder diese zu kommentieren.
- Twitter und Facebook sind schneller und führen im Ergebnis zu mehr Kommentaren. Dies habe ich gerade heute wieder bei diesem Eintrag erlebt. Kein Kommentar im Blog, aber rege Diskussion auf Facebook.
- Weniger Links führen zu weniger BesucherInnen auch aufgrund des schlechteren Suchmaschinenrankings.
- Auf mein Weblog verzichten will ich aber dennoch nicht. Eine von kommerziellen Unternehmen wie Facebook und Twitter unabhängige Online-Präsenz empfinde ich als sehr wertvoll.
- Die geringere Aufmerksamkeit, die meinem Blog zuteil wird, gleicht sich durch die bessere Sichtbarkeit meiner Aktivitäten in Facebook und Twitter aus. Man könnte also von einem Social-Media-Wandel sprechen, wobei ich nicht sicher bin, ob ich diesen befürworte, da mir die Open-Source-Kultur der Blogosphäre sympathischer ist.

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